BESSERE VERSORGUNG VON PATIENT:INNEN NACH DEM KRANKENHAUSAUFENTHALT

Patient:innen mit bestimmten Profilkonstellationen – beispielsweise mit einer Tumorerkrankung, nach invasiven Eingriffen oder mit einem geringen Hb-Wert – haben eine erhöhte Wahrscheinlichkeit innerhalb von 30 Tagen wieder ins Krankenhaus eingewiesen zu werden. Dies führt neben einer eingeschränkten Lebensqualität zu hohen Kosten für Kliniken und Krankenkassen.

Mit dem Versorgungsprogramm „Krankenhaus im Blick“ wenden wir uns an Patient:innen, die aus der Klinik wieder in das ambulante Setting entlassen werden. Dazu implementieren wir eine Reihe von Maßnahmen, die sich zum einen an die Patient:innen direkt – wie beispielsweise Versorgungskoordinatoren oder die engmaschige poststationäre Begleitung von Hochrisikopatienten – zum anderen an die Ärzt:innen, Pflegekräfte und MFA auf der Versorgungsebene wenden.

  • Reduktion der Wiedereinweisungen

  • Sicherstellung der poststationären Versorgung

  • Steigerung der Lebensqualität und Zufriedenheit der Patienten

  • Reduktion vermeidbarer Arztkontakte

Kliniken sind für die Akutbehandlung und die Empfehlung für die weitere Therapie zuständig. Alle Verordnungen sowie die im Krankenhaus eingeleitete Anschlussbehandlung übernehmen niedergelassene Ärzt:innen, sobald die Patient:innen sich dort vorstellen. Allerdings zeigen Daten, dass ein Großteil der Patient:innen innerhalb der ersten Woche poststationär gar keinen Kontakt zu einer niedergelassenen Ärzt:in hat. Es besteht dementsprechend ein erhöhter Bedarf an Interventionen, die die Inanspruchnahme möglichst zeitnaher poststationären Arztkontakte und die Therapiesiherheit verbessern. Mehr dazu lesen Sie unten bei den Interventionen im Überblick.

OLIVER MANSKE

Versorgungsmanager
UNSERE PARTNER-KRANKENHÄUSER
INTERVENTIONEN IM ÜBERBLICK

STATIONÄRE VERSORGUNGSKOORDINATORINNEN

Schon vor der Entlassung aus dem Krankenhaus werden Patient:innen mit poststationärem Versorgungsbedarf durch unsere Versorgungskoordinator:innen erkannt und auf eine Weiterbetreuung durch den Gesundheitskiosk angesprochen. Sind Patient:innen dazu bereit, organisieren die sie Termine beim Haus- und/oder Facharzt sowie im Gesundheitskiosk und stellen die Übergabe aller Befunde an die weiterbehandelnden Ärzt:innen sicher.

FORTBILDUNG FÜR NICHT-ÄRZTLICHES PERSONAL

Für die sektorenübergreifende Zusammenarbeit ist es von Vorteil, wenn das Fachpersonal das Bewusstsein für besser koordinierte Übergabeprozesse schärft. Die Gesundheit für Billstedt/Horn UG entwickelt für alle nicht-ärztlichen Berufsgruppen im Gesundheitsnetz ein entsprechendes Schulungsprogramm. Neben theoretischem Wissen werden dabei auch kurze Hospitationen in den verschiedenen Tätigkeitsbereichen vermittelt, die einen Perspektivwechsel ermöglichen.

IT-GESTÜTZTE DATEN- UND BEFUNDÜBERMITTLUNG

Durch eine IT-Anbindung der Kliniken an das Ärztenetz werden behandlungsrelevante Daten- und Befunde digital zur Verfügung gestellt. Informationen gelangen somit zeitnah an die richtigen Ärzt:in und sichern die Behandlungsqualität und -kontinuität. Dadurch lassen sich Doppeluntersuchungen und Therapieunterbrechungen vermeiden.